Neuigkeiten
04.11.2016, 09:36 Uhr
Diskussion der heimischen CDU-Abgeordneten mit dem AK Asyl Preußisch Oldendorf am 28.10.2016
Die Landtagsabgeordneten Friedhelm Ortgies und Kirstin Korte sowie der Bundestagsabgeordnete Dr. Tim Ostermann trafen Mitglieder des AK Asyl Preußisch Oldendorf zu einer Diskussion über die Lage der Flüchtlinge

Die Abgeordneten wurden über die Lage der Flüchtlinge vor Ort informiert.

vorne rechts Friedhelm Ortgies MdL, hinten im Bild Kirstin Korte MdL und Dr. Tim Ostermann MdB
Preußisch Oldendorf - Mitglieder des AK Asyl Preußisch Oldendorf erklärten, dass ein großes Problem die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt sei. Viele Menschen seien kaum qualifiziert. Es müsse eine Ausweitung der Integrationskurse geben.

Kirstin Korte betonte, dass die Kinder schnellstmöglich die deutsche Sprache erlernen sollten. Das soziale Gefüge sei im ländlichen Raum besser als in den großen Städten, dem drohenden Abwandern der Flüchtlinge in die Ballungsräume müsse entgegengewirkt werden. Problematisch sei, dass es gegenwärtig noch nicht genug Lehrkräfte gebe, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten könnten. Ein solcher Unterricht könne auch nicht durch ehrenamtliche Kräfte geleistet werden, sondern es müssten professionelle Lehrkräfte dafür eingesetzt werden.

Friedhelm Ortgies erkundigte sich nach der Zahl der Flüchtlinge und der Art der Unterbringung in Preußisch Oldendorf. Der AK Asyl gab an, dass sich gegenwärtig 230 Flüchtlinge in Preußisch Oldendorf aufhielten, von denen 100 aus sicheren Herkunftsländern stammten und somit keine Bleibeperspektive hätten. 30 Flüchtlinge seien in einem Wohnheim untergebracht, der Rest verteile sich auf Privatwohnungen. Die erste Unterbringung der Menschen sei gut organisiert worden.

Im weiteren Verlauf der lebhaften Diskussion regte der AK Asyl eine Optimierung der behördlichen Verfahrensabläufe an. Flüchtlinge müssten schneller in Arbeit gebracht werden können als dies momentan möglich sei. Die Unterscheidung der Flüchtlinge in Gruppen mit und ohne Bleibeperspektive führe zu einer Zweiklassengesellschaft und damit zu Konflikten zwischen den Gruppen. Solche Konflikte müssten notfalls mit behördlicher Hilfe, z.B. durch den Einsatz von Psychologen und Sozialarbeitern verhindert werden.

Die CDU-Abgeordneten und die Mitglieder des AK Asyl waren sich schlussendlich einig darüber, dass es großer Anstrengungen des Staates und seiner Behörden sowie des herausragenden Engagements der vielen ehrenamtlichen Helfer bedarf, um diese gewaltige Aufgabe zu meistern.
CDU Deutschlands CDU Nordrhein-Westfalen CDU-Fraktion im Landtag CDU Minden-Lübbecke
© Friedhelm Ortgies MdL   | Startseite | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Realisation: Sharkness Media